Wer bietet seriöse Schuldnerberatung?

Wohlfahrtsverbände, städtische und kommunale Einrichtungen sowie sonstige Dienstleister bieten für überschuldete Menschen entsprechende Beratung an. Bei der Auswahl der richtigen Schuldnerberatungsstelle sollte größte Aufmerksamkeit geübt werden, denn mittlerweile gibt es auch in diesem Bereich nicht wenige Anbieter, die die Hilflosigkeit von Überschuldeten zu ihrem eigenen finanziellen Vorteil ausnutzen. Insbesondere wenn der Betroffene sich für eine private Schuldnerberatung entscheiden will, sollte er sich zuvor im Einzelnen darlegen lassen, was an Beratungskosten auf ihn zukommt. Unterlässt er diese Vorsichtsmaßregel, kann ihm nach der Beratung eine Rechnung drohen, die in keinem Verhältnis zur Beratungsleistung und dem zeitlichen Aufwand steht.

Angebote zur Schuldnerberatung im Internet und in Zeitungen

Die oben genannten Risiken bei der Auswahl einer geeigneten Beratung im Schuldenfall realisieren sich besonders häufig, wenn Personen leichtfertig auf gut klingende Aussagen vertrauen, die in Zeitungsannoncen oder im Internet getroffen werden. Bei der Recherche im Internet ist auch im Hinblick auf Nutzererfahrungen in Foren oder ähnlichen Austauschplattformen Vorsicht geboten, denn nicht selten stammen diese "Erfahrungen" nicht von tatsächlichen Nutzern sondern vom Anbieter selbst. Grundsätzlich ist zu sagen, dass seriöse Schuldnerberater auch ohne Werbung in Zeitungen oder im Internet ausreichend mit Mandanten versorgt sind, so dass bereits die Schaltung von entsprechenden Anzeigen beim Betroffenen ein gewisses Misstrauen im Hinblick auf die Seriosität der Dienstleistung wecken sollte.

 

 

Verbraucherinsolvenz

Ist eine geregelte Schuldentilgung ausgeschlossen, steht dem Überschuldeten noch der Weg in die Verbraucherinsolvenz, die auch Privatinsolvenz genannt wird, offen. Das Fernziel des Insolvenzverfahrens ist die Entschuldung des Betroffenen. Den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens kann der Betroffene bei dem für ihn zuständigen Amtsgericht stellen. Das Gericht verlangt aber immer den Nachweis, dass der Antragsteller zunächst die außergerichtliche Schuldenregulierung mit den Gläubigern in Form entsprechender Vergleichsverhandlungen vergeblich versucht hat. Erst wenn solche Einigungsbemühungen gescheitert sind, kann das Insolvenzverfahren eröffnet werden. Hierzu wird ein Schuldenbereinigungsplan in Abstimmung mit den Gläubigern aufgestellt, der für den Schuldner bestimmte Zahlungsverpflichtungen festschreibt. Kommt der Schuldner diesen Verpflichtungen regelmäßig nach, wird ihm nach der sechsjährigen Wohlverhaltensperiode von dem Gericht die Restschuldbefreiung erteilt. Der Betroffene ist damit schuldenfrei.


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